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Airbus eine Staatsaffaere PDF Print E-mail

Die Abläufe sind immer die gleichen: Unter Mithilfe von Analysten und Finanzjournalisten werden Falschmeldungen veröffentlicht, um zweifelhafte Vorgänge zu vertuschen. Dahinter stehen ein völlig überzogener Ehrgeiz, der sich in Millionen von Dollar oder Euro misst, das Fehlen von Regulierungsmechanismen und der Verlust moralischer Werte. Aus diesem Grund stellt Filmemacher Frédéric Compain nicht nur die Affären um die Insidergeschäfte rund um EADS und Airbus dar, sondern untersucht auch die Praktiken der Top-Manager und ihres Umfelds.

Im Mittelpunkt der Affäre um den Luftfahrtkonzern EADS und das Großraumflugzeug Airbus A 380 stand Noël Forgeard, der den Skandal auslöste. Eigentlich wollte er als der Mann in die Annalen eingehen, der den Airbus A 380 auf die Rollbahnen der Welt brachte. Stattdessen wurde er von der Justiz verdächtigt, durch Insidergeschäfte an der Börse 2,5 Millionen Euro kassiert zu haben, bevor er die ersten Verzögerungen bei der Lieferung des Großraumflugzeuges ankündigte, die zum Absturz der EADS-Aktien führten.

Forgeard hatte alles getan, um bei der medienträchtigen Bewerbung zur Markteinführung des größten und schwersten Flugzeugs in der Geschichte der zivilen Luftfahrt als strahlender Held gefeiert zu werden. Er hatte aber auch zu verantworten, dass für den Bau des Superflugzeugs viel zu kurze Fristen angesetzt wurden - in einer Industrie, die ohnehin für angeblich strukturell bedingte Lieferverzögerungen berüchtigt ist. Der Airbus A 380 war Forgeards Trojanisches Pferd zur Eroberung der Macht bei EADS, Europas größtem Luft-, Raumfahrt- und Rüstungskonzern

 

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